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Burganlage Ranfels

Burg- und Kirchenanlage mit einer tausendjährigen Geschichte und einer von der Burgherrschaft geprägten Kulturlandschaft.

Burgführungen werden auf Wunsch organisiert.
Anmeldungen in der Tourist-Info Zenting
unter Tel.: 09907 / 87200 15

  • Erbaut wahrscheinlich von den Grafen von Formbach oder den Grafen von Neuburg.
  • Erste urkundliche Erwähnung 1144.
    Besitzer waren 1207 die Bischöfe von Passau, die 1243 die Edlen von Hals damit belehnten. Diese verliehen die Herrschaft als Afterlehen weiter.
  • 1259 bis 1262 wohnten hier die Brüder Albertus und Fridericus de Ranvels.
  • Nach dem Aussterben der Halser übernahmen 1375 die Landgrafen zu Leuchtenberg Ranfels, 1417 kam es durch Verkauf an Etzel I. in den Besitz der Reichsgrafen von Ortenburg.
  • 1438 verkaufte es Etzel an Herzog Heinrich von Niederbayern. Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde das Schloss zerstört, 1517 von Ritter Johann von Dachsbergzu Asbach wieder aufgebaut.
  • 1518 errichtete er die Schlosskaplanei mit der zugehörigen Schlosskapelle, 1520 folgte ein grundlegender Umbau.
  • 1784 gelangte das Schloss durch Kauf an das Damenstift St. Anna in München. 1833 kaufte es der Bayerische Staat. In der Folge wurden Bauteile und Einrichtung verkauft, die noch vorhandenen Gebäudeteile als Pfarrhof genutzt.
  • 1845 wurde das Schloss-Benefizium wegen der weiten Entfernung zum Pfarrort Schöllnach in ein Kurat-Benefizium umgewandelt und ein eigener Friedhof errichtet. Durch Vergrößerungen und Anbauten hatte die ehemalige Schlosskapelle ihr Aussehen zwischenzeitlich grundlegend verändert.
  • 1923 wurde Ranfels zur Pfarrei erhoben, die ehemalige Schlosskapelle dient bis heute als Pfarrkirche. Von der Burganlage sind noch das Torgebäude und die angrenzenden Wohnbauten erhalten. Der idyllische Burggarten im Innenhof ist zugänglich, bei besonderen Anlässen wird er als Festplatz genutzt.
 

Urlaub bei uns dahoam - Daheim ist es doch immer noch am Schönsten!

Mitschnitte der Rundfunksendung "Urlaub dahoam" zur Burganlage Ranfels auf "Unser Radio".

Mitschnitt 1:

Mitschnitt 2:

 



Quelle:
Chronik von Ranfels
Joseph Klämpfl: Der ehemalige Schweinach- und Quinzinggau. Eine historisch-topographische Beschreibung, 1855, Nachdruck 1993, Neue Presse Verlags-GmbH, Passau, ISBN 3-924484-73-2
Donatus Moosauer, Günther Michler, Ulrich Pietrusky: Niederbayern im Fluge neu erntdeckt, Morsak Verlag, Grafenau, 2. Aufl. 1982, ISBN 3-87553-135-3 48.76659613.267182
Koordinaten: 48° 46′ N, 13° 16′ O
Von http://de.wikipedia.org/wiki/Ranfels

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